Sukkulenten für Dachbegrünung, Beet, Balkonkästen und Steingarten

Zur Blog-Übersicht

Winterharte Sukkulenten für Beet, Kübel und Dachbegrünung.

Die drei bekanntesten winterharten  Sukkulenten-Gattungen sind Sempervivum, welche auch als Hauswurz oder Dachwurz bekannt sind, Delosperma beziehungsweise im deutschen Mittagsblume oder Eisblume, und Sedum / Mauerpfeffer.

Alles drei, sind pflegeleichte Bodendecker, welche sich bestens eigenen um Beet, Balkonkästen, Dachbegrünungen oder Steingärten mit blühenden und hitzeresistenten Sukkulenten zu verschönern. 

Delosperma

Sempervivum

Sedum

Winterharte Sukkulenten pflanzen und pflegen:

Sedum, Delosperma und Hauswurz

Winterharte Bodendecker auf dem Vormarsch

Sedum, Delosperma und Hauswurz haben ihr Dasein ausschließlich auf begrünten Dächern oder im Steingarten längst hinter sich gelassen. Zwar bieten diese Orte weiterhin mitunter die besten Bedingungen für die trockenheitsliebenden Sukkulenten, aber auch Balkon, Beet und Kübel sind auf dem Vormarsch.

Nicht jede Sukkulente ist winterhart. Gemeint sind hier ausdrücklich frostverträgliche Arten und Sorten von Sedum, Delosperma und Sempervivum.

Winterharte Sukkulenten zusammen pflanzen

Unsere Auswahl lässt sich gut zusammenpflanzen. Da insbesondere viele Mauerpfeffer- und Mittagsblumen-Sorten besonders wüchsig sind, kann es sinnvoll sein, ihnen etwas Platz zu geben. So können sie sich sauber ausbreiten und die Fläche möglichst effizient begrünen. Ihr uriger Charakter kommt auch überhängend toll zur Geltung. Falls es zu viel wird, können Mauerpfeffer und Mittagsblumen problemlos zurückgeschnitten werden.

Der richtige Boden für winterharte Sukkulenten

Bei winterharten Sukkulenten im Allgemeinen ist zu beachten, dass der Boden möglichst durchlässig sein sollte, damit die Pflanzen auch wirklich gut durch den Winter kommen. Alle drei Gattungen mögen keine nassen Füße – besonders nicht, wenn es sehr kalt ist.

Eine reine, humusreiche Beet- oder Blumenerde wäre beispielsweise häufig zu nährstoffreich und speichert Wasser zu lange. Bei normalem Gartenboden können Sie hierfür die oberen 15 bis 20 Zentimeter lockern und etwa zur Hälfte mit grobem Quarzsand oder Quarzkies, Bims, Lava oder Splitt vermischen. Da die Bodendecker überwiegend flach wurzeln, reicht das in vielen Fällen aus. Bei schwerem Lehm- oder Tonboden, der zu Staunässe neigt, sollte die Fläche jedoch großflächiger verbessert oder leicht erhöht angelegt werden.

Für Kübel oder Balkonkästen eignet sich eine gute Kakteen- und Sukkulentenerde mit hohem mineralischem Anteil. Wichtig ist außerdem, dass die Gefäße Abflusslöcher besitzen und überschüssiges Wasser ungehindert ablaufen kann.

Am besten werden winterharte Sukkulenten vom Frühjahr bis zum frühen Herbst gepflanzt, damit sie vor dem ersten stärkeren Frost ausreichend einwurzeln können.

Der richtige Standort und Gießrhythmus

Sedum (Mauerpfeffer), Delosperma (Mittagsblumen oder Eisblumen) und Sempervivum (Hauswurz oder Dachwurz) sollten möglichst sonnig stehen. Viele robuste Sorten kommen auch mit einer Ostseite und damit mit Morgensonne zurecht. Delosperma blüht an einem vollsonnigen Standort allerdings meist üppiger. Eine Nordseite, ein Standort unter dichten Bäumen oder ein Platz im vollständigen Schatten ist für die Auspflanzung nicht zu empfehlen.

Bei eingewurzelten Pflanzen reicht in den allermeisten Fällen der Regen, sofern er den Standort erreicht. Frisch gepflanzte Sukkulenten sollten bei Trockenheit zunächst etwas regelmäßiger gegossen werden, bis sie gut eingewurzelt sind. Kübel, Balkonkästen und überdachte Standorte benötigen häufiger Wasser. Als grobe Orientierung reicht im Sommer oft eine Wassergabe alle zwei Wochen; bei starken Temperaturspitzen kann sie in Gefäßen ein- bis zweimal pro Woche nötig sein. Entscheidend ist, dass das Substrat vor dem nächsten Gießen deutlich abgetrocknet ist. Längere Trockenphasen überstehen die Sukkulenten ebenfalls, sie stehen dann unter Umständen aber nicht in ihrer vollsten Blütenpracht.

Winterharte Sukkulenten im Winter schützen

Wie viel Frost eine Pflanze verträgt, hängt auch bei winterharten Sukkulenten von der jeweiligen Art und Sorte ab. Für die dauerhafte Auspflanzung sollten daher nur entsprechend winterharte Sorten gewählt werden.

Falls trotz durchlässigem Boden wiederholt Probleme im Winter entstehen, sollte zunächst geprüft werden, ob Winternässe oder tatsächlich der Frost die Ursache ist. Eine lockere Abdeckung mit Tannengrün kann an sehr exponierten Standorten vor Kahlfrost schützen. Feuchtes Laub direkt auf den Pflanzen würden wir dagegen nicht empfehlen, da es Nässe festhalten kann. Ist vor allem Winternässe das Problem, hilft ein von den Seiten offener Regenschutz oder ein geschützter Standort meist mehr.

Blütezeit von Delosperma, Sedum und Hauswurz

Blühen können alle drei Gattungen. Delosperma beziehungsweise Mittagsblumen blühen meist besonders ausdauernd. Viele unserer Sorten kann man im Sommer als Dauerblüher bezeichnen: Je nach Sorte und Witterung reicht ihre Blühphase vom Frühjahr bis in den Herbst, in günstigen Jahren teilweise von April bis Mitte Oktober.

Auch Sedum-Arten oder Mauerpfeffer blühen zuverlässig und bilden ein Meer aus kleinen, sternförmigen Blüten. Je nach Art und Sorte liegt die Blütezeit im Frühjahr, Sommer oder Spätsommer. Werden verschiedene Sedum-Arten kombiniert, können dadurch mehrere Blühphasen entstehen.

Die Hauswurz blüht meist im Sommer. Eine reife Rosette treibt aus ihrer Mitte einen langen Blütenstiel mit einem Blütenstand. Dieser blüht über mehrere Wochen; anschließend stirbt nur die jeweilige Rosette ab. Die Kindel der Sempervivum bleiben erhalten und verbreiten sich weiter.

Alle drei Sukkulenten-Gattungen blühen in verschiedenen Farben, meistens Rosa, Gelb oder Weiß, je nach Art und Sorte aber auch Rot, Orange oder Violett.

Noch mehr, rund um Sukkulenten, entdecken, sieh dir unseren Blog an.

Zur Blogübersicht